Die Gründung des Vereins

1984 erfolgte die offizielle Gründung. Der Verein sollte die Gruppe weiter festigen und den Zugang zu öffentlichen Fördermitteln ermöglichen. Erstes Ziel war die Förderung der Astronomie in Südtirol, als Fernziel schwebte den Amateurastronomen die Errichtung einer Volkssternwarte vor.

Erste Schritte


Am 6. Februar 1975 trafen sich einige Amateur-Astronomen aus Bozen und Umgebung zum ersten Mal im Gasthaus Münzbanker in der Mendelstraße. Man lernte sich kennen und tauschte Erfahrungen über bisherige Beobachtungen und Arbeiten aus. Die Teilnehmer dieser ersten Runde waren: Anton Donà, Pfarrer aus Andrian, Klaus Mumelter, Hansjörg Spornberger, Walter Psenner, Mayr Nusser, Luis Haberer, Siegfried Steinegger, Erich Obrist und Karl-Heinz Macek. Als gemeinsames Ziel setzte man sich die Bildung einer Sterngruppe. Inhalte der monatlichen Treffen waren die Diskussion über astronomische Fragestellungen, gemeinsame Beobachtungen sowie die Organisation von mehrtägigen astronomischen Lagern (z.B. am Ritten, in Deutschnofen, auf der Seiser Alm usw.), wo ausgiebig beobachtet und diskutiert werden konnte.

Später traf man sich im Rentschner Hof in Bozen. Ein Vereinsabend im Stübele war wie eine Stammtischrunde mit zirka zehn Teilnehmern. Klaus Mumelter begrüßte jeden einzeln, dann wurden Zeitschriften und Bücher auf dem Tisch verteilt und es wurde geplant: Was alles beobachtet werden konnte, welche Instrumente zur Verfügung standen, mit wem man Kontakt aufzunehmen wünschte. Klaus verstand es hervorragend, alle Erste Auflage der Zeitschirft "Der Sterngucker" aus dem Jahr 1985einzubinden, er fragte jeden der Reihe nach, welche seine Vorstellungen und Gedanken wären, was ein jeder som meine. Vieles kam zögerlich, denn man wollte das eigene Unwissen nicht zu schnell preisgeben. Die Atmosphäre war aber stets sehr locker und freundschaftlich und als man sah, dass die anderen auch nicht mehr oder sogar weniger wussten, kam auch die Courage. Regelmäßig nahmen die Mitglieder an den Seminaren über Astronomie in Crespano del Grappa in der Nähe von Bassano del Grappa teil, welche von der UAI "Unione Astrofili Italiani" organisiert wurden. 1985 begann der Verein mit der Herausgabe des "SternguckersW, einer Zeitschrift, in der auf besondere astronomische Ereignisse hingewiesen wurde.

 

Beobachtungen

Beobachtet wurde von verschiedenen Standpunkten aus: Seceda, Ritten, Seiser Alm, Villanders, aber v.a. Deutschnofen waren beliebte Beobachtungstandorte. Ein dort ansässiger Milchbauer, Herr Obkircher, hatte eine Schwäche für die eigenartigen Herren aus der Stadt, welche in den Himmel guckten. Etliche Male durften wir als Gruppe von zehn bis fünfzehn Sternbegeisterten zum Obkircher, um Sternbeobachtungen zu machen. Sein Hof liegt in ausgezeichneter Lage am höchsten, dem Dorf Deutschnofen vorgelagerten Punkt. Der Bauer mähte eigens einen Teil der Wiese, so dass wir nicht im hohen Gras unsere Teleskope aufstellen mussten. Mehr noch, wir durften mit unseren fünf, sechs Autos sogar auf die Wiese fahren, um unsere Gerätschaften direkt aus dem Kofferraum abladen zu können.

Bis heute hat der Verein seine Grundsätze aufrecht erhalten und wird auch weiterhin tatkräftig seine Tätigkeit fortführen.

 

Grafik von Karl-Heinz Macek

Max Valier